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Der Berwanger Hof

Veröffentlicht am 11.10.2020

In Obermaiselstein

Der Berwanger Hof in Obermaiselstein gehört zu den expandierenden Hotels. D.h. es gibt ein Haupthaus, wo das Essen stattfindet und der unvermeidliche Wellness, dann gibt es noch zwei Häuser in unmittelbarer Nähe, wo man unter Umständen auch zum Wohnen kommt. Unser Zimmer bzw. Suite hatte immerhin einen schönen Blick auf das Haupthaus und die grün ansteigende Landschaft dahinter; ruhig war es dort auf alle Fälle, die Straße vor dem Haus wenig befahren.

Unser erster Eindruck war: ausgebucht, da es mir nur mit Hilfe einer freundlichen Angestellten gelang, einen Parkplatz hinter unserem Haus zu finden; ihn einen Tag später wieder zu verlassen kostete ein bisschen Nerven und beinahe etwas Blech. Aber zum Glück piepst es ja inzwischen immer.

Der Service beim Frühstück ist ein trauriger Rest; nur noch der Kaffee wird gebracht, alles andere muss man selber holen. Immerhin bekam ich die gleiche Menge kalte Milch wie Kaffee, was selten sonst gelingt, die Portion reicht aber gerade für wenige kleine Tassen. Man konnte selbstverständich nachbestellen - das ist keine Frage. Nur, warum gelingt es nur selten, gleich eine vernünftige Menge zu bekommen?! Und wo und wann gibt es vernünftige Kaffee- und Teetassen?!

Das Frühstücksbuffet findet in zwei parallelen Durchgangszimmern statt, die aber nur in einer Richtung durchquert werden dürfen, der Rückgang zu unserem Platz fand durch ein drittes Zimmer statt. Man kommt sich vor wie in einer Ameisenstraße und darf immer wieder aufs neue seine Runde drehen bis man alles zusammen hat. Das gute Brot will eben verdient sein...

Beim Abendessen verlange ich zum Missfallen der Bedienung, die Flasche Wein auf den Tisch zu stellen, das machen sie nicht gerne, obwohl das doch in ihrem Sinne ist, weil sie sicher mit dem Nachschenken nicht nachgekommen wäre. Wenn es keinen Service beim Frühstück gibt, warum dann immer das Gerangel um die Weinflasche?! Serviert wird das 5-Gänge-Halbpensionsessen am Abend durchaus mit Tempo, aber man kommt mit, der Kartoffelsalat am Buffet war ausgezeichnet, sonst waren die Gänge von unterschiedlicher Genügsamkeit, mein Vollwert-Fisch mit Gemüsereis ist keine Enttäuschung i.G. zu den Spagetti Carbonara, die es überraschend als zweiten Gang gibt. Als zweiter Gang ganz ungeeignet! Mehr oder nichts bzw. was anders!

Das Publikum war älter bis auf wenige Ausnahmen, die meisten tranken Bier; liegt vielleicht in der Gegend oder dem Einzugsgebiet. Mit gefällt die Einrichtung, auch wenn man sie nicht mehr originell nennen kann - modernes Allgäu, viel Holz (Tische), gedeckte Farben, wenn man diese "Farben" nennen kann, braun und beige und was in Richtung türkis. Beim Itten-Farbkrein (Siehe Wikipedia) bei 180. Aber Farben sind nicht meine Stärke! Auf alle Fälle schon nett und zum Glück habe ich keinen Jesus an der Wand entdeckt und keine Bibel im Schrank.

Zimmer mit Dachschrägen sind nicht wirklich zu empfehlen, v.a. wenn die schrägen Wände farblich nicht abgehoben sind, dann kann es beim Zubett-Gehen schon Begegnung von Wand und Kopf geben. Freilich nach dem zweiten Mal hat der Mensch das drin.

Das Haus ist unspektakulär, das morgens und abends über die Straße gehen ist bei unterschiedlichem Wetter unterschiedlich zu genießen. Hotels wollen wie das Kapital auch wachsen, vielleicht gibt es auch zu viele Kinder, die einen Job suchen. Die Eier machte morgens irgendein Junior aber gut. Ich würde von dem Hotel nicht abraten, es ist etwas unspektakulär, eine freundliche Unverbindlichkeit, die freilich im Urlaub auch entspannend sein kann. Die Nachbarn sieht man nur noch von der "Ferne", am zweiten Abend beginnt man mit dem Grüßen, dann reist man wieder ab.

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 PS: Das grüne Stuttgart (OB Kuhn) im grünen Land Baden-Württemberg bittet nun die Bundeswehr um Hilfe bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. Ich kenne einen, der war früher bei den wie heißt das: Feldjägern, Militärpolizei? Die finden jeden, der sich vor seiner Pflicht als Kanonenfutter bzw. ... drücken will, und sind dafür bestens ausgebildet. Es wird Zeit in Deckung zu gehen, die Kollateralschäden werden zunehmen. Aber so gewinnt man Wahlen in diesem schönen Land...

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