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Japanisches Lokal

Veröffentlicht am 07.01.2021
 (Weinwahl und in Stuttgart - Angang 2020)

Vor kurzem wurde ich in ein japanisches Lokal eingeladen. Es ergab sich geschickterweise, dass die Freundin sich in japanischem Essen auskennt.

Ich nicht, oder doch nur so weit, dass ich ein gutes Rindfleisch mit Gemüse Sushi vorzog; die kalten kleinen Reisrollen schmückten nur ihren Teller. Um‘s probieren kam man freilich nicht herum, man freut sich anschließend ob der eigenen Vorurteile und Auswahl.

Auf dem Weg in das gerammelt volle Lokal (Mikoto), das in zwei Schichten abends die Leute (ab-)serviert, einmal um 18 und dann wieder um 20 Uhr, kam ich an einem anderen japanischen Lokal (Nähe: Haltestelle Stadtmitte) vorbei, das nun ebenfalls mit jungen Leute sehr gut gefüllt war?!

Trotz Reservierung um 20 Uhr mussten wir am vollen Eingang warten, da vermutlich die 18-Uhr-Schicht getrödelt hatte. Nun ja, schließlich klappte es doch noch und wir bekamen einen guten Tisch in der hintersten Ecke, was sich als Vorteil erwies, da es eine ordentliche Lärmkulisse gab. Der Nachteil war der lange Weg an anderen Tischen vorbei, den die junge, sehr freundliche Bedienung zurücklegen musste.

Eine große Karte, etwas europäisiert, was aber meinen Wünschen sehr entgegen kam. (Siehe oben). Beim Wein gab es den leider öfters erlebbaren Heckmeck. Den Wein, den wir ausgesucht hatten, gab es nicht! Bei einigen anderen Weinen stand nun überraschenderweise nichts, nicht mal die Sorte, und ich hatte meinen kleinen Johnson nicht dabei, obwohl der dort sicher nichts genutzt hätte. Einen trocken Weißwein war nicht leicht oder auch nicht zu bekommen. Ein Cuvée, wurde ich von der „Sommelière“ belehrt, wäre immer süß. Ich erlaubte mir zu bemerken, dass wenn man verschiedene trockene Weine mische, doch nicht notwendigerweise ein süßer heraus käme, aber was rede ich da?! Wir bekamen dann einen sehr günstigen unter 20 € empfohlen, der als trocken angekündigt wurde und anscheinend sehr beliebt bei den vielen jungen Leuten, vor allem junge Frauen, in dem Lokal ist. Es kam dann ein halbtrockener; so weit so erwartbar, der aber doch gut zum Essen passte und gut mundete. Man muss es mit dem „trocken“ ja nicht übertreiben. Für die „Birne“ am nächsten Tag muss der Sake verantwortlich gemacht werden!

Gegen später verwandelte sich das Lokal in eine Art Sitzdisko, zumindest wurde das ohnehin schon erschwerte Reden bzw. Zuhören nun fast ganz unmöglich.

Liebe LeserInnen, kommen Sie nach Stuttgart und haben Hunger, dann empfehle ich Ihnen das Fu Guifang in der Schulstrasse, nahe dem Rathaus, ein chinesisches Lokal. Wir waren vor ein paar Tagen dort die einzigen Gäste; das Essen, wie meistens, sehr gut, mit dem Wein muss man freilich auch dort vorsichtig sein. Aber sehr gutes Essen! Leider waren wir die einzigen Gäste; die Chinesen dürfen aus China nicht mehr raus, und bei uns vermutlich nicht mehr rein, und die deutschen Gäste fehlen seltsamerweise. Aus Gründen der Solidarität sollte man in diesen schwierigen Zeiten wenigstens einmal im Monat chinesisch essen!

Dabei kann man darüber nachdenken, wie die Chinesen das Corona-Virus bekämpft haben, was unsere Presse dazu schrieb, und was sie nun schreiben werden über die Maßnahmen der italienischen Regierung, wenn sich das Virus dort weiter verbreitet. Die Hysterie, die man schon bei Sars hier ordentlich geschürt hatte, könnte einem nun auf die Füße fallen. Leidtragende sind freilich wir.

 

PS: Ich plane eine Negativ-Liste mit Restaurants, deren Toiletten im Keller mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind. Dies sollte bei Bewertungen entsprechenden Abzug bringen! Wahlweise sollten starke Taschenlampen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

 



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