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Nach Corona: Schliffkopf

Veröffentlicht am 20.06.2020

Die ersten Schritte nach, in... Schwarzwald (1.6.20)

Kaum dass die Lokale wieder öffnen, waren wir auch schon dort, um die Überlebenden zu unterstützen... Interessant ist vieles, auch wie die Hygiene nun praktiziert wird!

Manche Kellner tragen manchmal Handschuhe, manche Kellnerinnen nicht, manche Mundschutz, manche nicht. (Natürlich werde ich hier nicht verraten, um welchen Landgasthof es sich dabei handelt wo nicht; mit dem Hände desinfizieren, war die Sache erledigt, und mehr als 2 hätten ohnehin nicht auf die Toilette gepasst.

Die Kommunikation durch die Maske ist nicht leicht in einem Lokal; in einer italienischen Sportgaststätte trug der Kellner eine Maske und Handschuhe, so dass ich ihn nicht wieder erkennen werde, und das Hände desinfizieren wurde streng überwacht. Abstand gab es überall. Bisher ging alles gut...

Nachdem wir nun auch wieder in ein Hotel durften, konnten wir dem Lockruf des Schwarzwaldes nicht widerstehen. Zwar war auf dem Schliffkopf der Wellness-Bereich noch geschlossen, aber den finde ich generell ohnehin überschätzt.

Unser Tisch war vom Nachbartisch durch eine zusätzlich angebrachte Plexiglasscheibe getrennt, manches ist nun nicht schlechter geworden.

Nur das Frühstück! Ein Teil wird serviert. Auch hier verfällt die Teekultur; es gibt wenig Teesorten zur Auswahl, und dieser wird nur in einem Becher(!) serviert... Ich bekam hingegen in einem kleinen Silberkännchen meinen Kaffee und eine passende Tasse. Und es gibt die Rückkehr des Verpackungsmüll: es gab Butter, Marmelade etc. zwar an einem Buffet, aber alles, einschließlich des Müslis, in kleine Portionen verpackt oder vorbereitet. Mit der individuellen Zusammenstellung des Müslis ist es nun aus.

Das Abendessen ganz ausgezeichnet, 5-Gänge-Menü mit Wahlmöglichkeiten. Eine Weinkarte gibt es freilich nicht mehr, statt dessen ein Plastikkärtchen mit einem QR-Code, oder wie man das nennt. Dann kann man, sofern man ein Smartphone hat, die Weinkarte aus dem Internet abrufen, freilich ist die auf dem Ding nicht sinnvoll zu lesen. Zum Glück hatte ich ein Tablet für die folgenden Abende dabei und konnte mich vorbereiten. An dem ersten Abend war die Dame aber über diese Zumutung etwas ungehalten, und wir bekamen ausnahmsweise doch die gute alte Weinkarte zum Anfassen und Umblättern. Man fürchtet auch hier die weitere Entwicklung, die eher als Verarmung erscheint. Die Weine gemischt, wir hatten bei der Auswahl, preislich zwischen 26 und 30+ kein wirkliches Glück, von bestimmten Weinen, z.B. Franz Keller (Fußball), wurde mir von privater Seite aus abgeraten.

So gibt es manchmal noch eine Speisekarte, manchmal ein bedrucktes Papier, das anschließend entsorgt wird.

 

Man kann das Hotel uneingeschränkt empfehlen, vor allem für Freunde des Wanderns in "unberührter" Natur, im Schwarzwald-Nationalpark. Vermutlich werden wir ob der vielen Desinfektionsmittel, wenn das so weiter geht, unangenehme Folgen erleben, auch das dauernde Tragen von Plastikhandschuhen, die mich immer an meinen Urologen erinnern, kann nicht gesund sein. Apropos Handschuhe: Es gibt morgens kein Brot zum Schneiden mehr, sondern nur noch Brötchen. Diese müssen mit einer Zange unter einem Spuckschutz hervorgeangelt werden. Damit die Zange nicht zur Virenschleuder wird, muss man einen Handschuh anziehen, damit man mit der Zange nach kleinen Brötchen greifen kann.

 

Ich bin sehr gespannt, wie das weiter geht und welche kommunikativen und sozialen Folgen das in Hotellerie und Gastronomie haben wird. Als wir abreisten, kam eine Frau mit 3 Hunden. Ich würde Herrn Professor D. doch sehr bitten, mal eine Studie über die Coronaübertragbarkeit durch Hunde zu unternehmen, mit dem von mir vermuteten Ergebnis, dass je größer die Hunde, desto größer das Virus! Da wäre doch wieder Stimmung im dt. Volk und in diesem Falle wäre der Polizeischutz redlich verdient.

 

PS: Spannende Fragen: Wenn die Maskerade anhält, wie wird sich die z.B. auf das Trinkgeld auswirken, das zur Zeit besonders gefordert ist usw.

 

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