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Die Stuttgarter Zeitung macht immer wieder Werbung für die Grünen, diesmal keine homestory für »Cem«, sondern es gibt auch andere Grüne, die was tun!

»Stuttgarter Sozialarbeiter baut in Kiew Drohnen für die Front« (14.1.26)

»Konrad Walter, Sozialarbeiter und Grünen-Mitglied in Stuttgart, fährt regelmäßig in die ukrainische Hauptstadt, um dort in einem ehemaligen Blumenladen Drohnen für den Krieg gegen Russland zusammenzubauen.«

»Ich habe mich entschieden, einen klitzekleinen Beitrag zu leisten, und mir beibringen lassen, wie man lötet. Es fühlte sich anfangs fremd an, ein seltsames Gefühl. Mit der Zeit wurde es besser. Zu sagen, dass mir das Spaß macht, wäre natürlich übertrieben.«

Nun liegt zwischen löten und töten nicht viel im Alphabet und in der Realität noch weniger, aber wer seinen Beitrag zum Krieg, nicht zum Frieden, leisten will, den ehrt die StZ. – Und wir sehen: was zusammen kommt (Sozialarbeit und Kriegsdienst) und manchmal zusammen gehört…

Mal sehen, ob der Grüne auch nach Venezuela fährt, um Drohnen zusammen zu löten oder sich für die Verteidigung von Grönland meldet.

Und: mal sehen, ob diese Wahlkampfhilfe nicht nach hinten los geht!

Wer solche Sozialarbeiter hat, begrüßt jede Kürzung des Budgets.


Als Gegengift etwas Robert Kurz:

»Der innerkapitalistische ideologische Gegensatz von nationalimperialen, interventionistischen Interessenpolitikern und antiinterventionistischen Idealisten fällt in der Weltkrise endgültig in sich zusammen: Gnadenloser Systemerhalt, kapitalistische Selbstbehauptung um jeden Preis und demokratisch-idealistische Phrase werden im ‚Weltpolizeidenken‛ gegen die scheinbar aus den Abgründen der Geschichte aufgetauchten Ausgeburten der Krise unmittelbar identisch.«

Das führt aber nun zu weit:

»Wie in den westlichen Kernländern ein gewisser Typus (zunehmend ‚privatisierter‛) sogenannter ‚Sozialarbeit‛ von staatlichen Geldern schmarotzt, um das Heer der Arbeitslosen zu schurigeln und mit oft nur absurden ‚Maßnahmen‛ zu demütigen, so schmarotzt ein ähnlicher Typus der (ebenfalls zunehmend ‚privatisierten‛) globalen Krisenverwaltung und Pseudo-Hilfe von den Geldern internationaler Organisationen, Spendengeldern usw., um in den dahinsiechenden Besatzungszonen des westlichen Weltordnungskriegs ein übles ‚Regime der Hilfe‛ zu errichten.«


Robert Kurz: Weltordnungskrieg. Das Ende der Souveränität und die Wandlungen des Imperialismus im Zeitalter der Globalisierung. Bad Honnef 2003

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